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Gamma-Ray-Log

 
     
  bohrlochgeophysikalische Aufzeichnung der natürlichen Radioaktivität in einer Bohrung (kernphysikalische Bohrlochmessung). Die natürliche Gamma-Strahlung der Gesteine wird in erster Linie durch den radioaktiven Zerfall des 40K-Isotopes und der radioaktiven Elemente der Uran- und Thoriumreihe verursacht. Das Gamma-Ray-Log zeigt die gesamte natürliche Radioaktivität (Messgrösse API), die Aufzeichnungen des Spectral-Gamma-Ray-Logs zusätzlich die Anteile der Elemente Kalium, Thorium und Uran. Das Gamma-Ray-Log sowie die Gamma-Spektroskopie werden in erster Linie zur lithologischen Untergliederung der durchteuften Schichten genutzt. Die Radioaktivität in Sedimenten korreliert i.d.R. mit dem Anteil des Tongehaltes. Dies ist auf den erhöhten Kaliumgehalt der Tonminerale und die hohe Adsorptionskapazität feinkörnigen Materials für Thorium und Uran zurückzuführen. In kristallinen Gesteinen korreliert die Radioaktivität mit der chemischen Zusammensetzung und nimmt von basischen zu sauren Gesteinen hin zu. Die Zusatzinformationen des Spectral-Gamma-Ray-Logs zu den Absolutgehalten von Kalium, Thorium und Uran erlauben z.B. Aussagen über die Art der Tonminerale. Standardmässig kommt das Gamma-Ray-Log zum Einsatz, da es die zuverlässigsten Basisinformationen zum Bohrprofil liefert und somit als Bezugsmessung für die anderen bohrlochgeophysikalischen Verfahren herangezogen wird. JWo  
 

 

 

 
 
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