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Gamma-Sonde

 
     
  Gamma-Gamma-Verfahren, Gerät zur Messung der Dichte und des Wassergehaltes des Bodens. Das Prinzip der Gamma-Sonde basiert auf der Absorption der von einer γ-Strahlungsquelle ausgehenden Strahlung durch die Wechselwirkung mit der Bodenmatrix. Als radioaktive Strahlungsquelle wird meist Cäsium-137 oder Kobalt-60 verwendet. Das Verfahren wird im Durchstrahl- oder im Rückstreuverfahren angewandt. Beim Durchstrahlverfahren wird eine Einstich- oder eine Doppelrohrsonde verwendet. Die Einstichsonde besteht aus einem Stab, der die radioaktive Quelle enthält. Er wird in den Boden eingetrieben. Zwei Strahlungsdetektoren registrieren an der Bodenoberfläche die den Boden durchdringende γ-Strahlung. Bei der Doppelrohrgammasonde werden zwei parallel angeordnete Rohre in den Boden eingetrieben, wobei ein Rohr die Strahlungsquelle und das andere den Strahlungsdetektor enthält. Quelle und Detektor befinden sich in gleicher Tiefe und können auf und ab bewegt werden. In grösseren Tiefen wird das Rückstreuverfahren mit einer Tiefensonde eingesetzt. Sie enthält sowohl die Strahlungsquelle als auch den Detektor, die jedoch durch Blei voneinander abgeschirmt sind. Der Zusammenhang zwischen der Dichte und der gemessenen Zählrate muss durch Eichmessungen im Labor hergestellt werden. Die Gamma-Sonde wird auch zur Erstellung von Gamma-Ray-Logs in Bohrlöchern oder an der Oberfläche verwendet.  
 

 

 

 
 
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Weitere Begriffe : Radiometrie Bodenhafter Bodengenese

 

 
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