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radioaktives chemisches Element aus der III. Nebengruppe des Periodensystems; der Gruppe der Actinoide zugehöriges Schwermetall; Symbol U; Ordnungszahl: 92; Atommasse: 238,029; Wertigkeit: meist IV, VI, seltener V und III; Dichte 18,97 g/cm3. Uran wurde1789 von M.H. Klaproth im Uranpecherz von Johanngeorgenstadt im Sächsischen Erzgebirge als Oxid aufgefunden. Im Jahr 1841 erfolgte die Metalldarstellung durch E. Péligot. Schon sehr bald nach Klaproths Entdeckung wurden zahlreiche Uranminerale gefunden und ihre Fundstellen beschrieben. 1896 beobachtete H. Becquerel die Radioaktivität, der 1898 die Entdeckung des Radiums durch P. und M. Curie folgte.
Schliesslich gelang 1938/39 O. Hahn unter Mitarbeit von L. Meitner und F. Strassmann die Kernspaltung am Uran. Diese Entwicklung in der Geschichte des Urans spiegelt sich auch im Bergbau von St. Joachimsthal im Erzgebirge wider. Ursprünglich war es ein Silberbergbau, auf den noch die Münzbezeichnung „Thaler” hinweist. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts begann die Gewinnung des Uran zur Herstellung von Farben. Am Aufbau der Erdkruste ist Uran zu 3,2·10-4% beteiligt. |
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