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Benjamin, amerikan. Politiker, Naturwissenschaftler und Schriftsteller, *17.1.1706 in Boston, †17.4.1790 in Philadelphia; zunächst Buchdrucker, dann Zeitungsverleger; Wegbereiter des amerikan. Pressewesens; veröffentlichte zahlreiche philosophische und naturwissenschaftliche Schriften ("The Papers of Benjamin Franklin", 40 Bände, herausgegeben von L.W. Labaree, 1959); entscheidend an der Ausarbeitung der amerikanischen Verfassung beteiligt; genoss als Politiker wie als Wissenschaftler internationales Ansehen; war Mitglied der französischen Akademie und erhielt 1753 die Copley-Medaille der Royal Society; schuf eine Theorie der Elektrizität; führte die Bezeichnungen "positiv" (plus) und "negativ" (minus) für unterschiedliche elektrische Ladungen ein, definierte den Begriff der Ladung und prägte die Bezeichnung "Batterie"; konstruierte einen Vorläufer des Plattenkondensators (Franklin-Tafel); erforschte mit Drachenversuchen die elektrische Natur des Blitzes (Gewitterelektrizität) und erfand 1752 den Blitzableiter; entwickelte 1761 die Glasharmonika; führte Untersuchungen zum Verlauf des Golfstroms durch und regte mit seiner ersten Karte des Golfstroms (1786) dessen navigatorische Nutzung an; ferner Forschungen auf den Gebieten der Hydrodynamik, der Wärmelehre (insbesondere zur Wärmeleitfähigkeit), des Magnetismus und der Meteorologie. Nach ihm ist die (nicht-gesetzliche) Einheit der elektrischen Ladung (Franklin) benannt.
Franklin , Benjamin |
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