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Erdkrustenbewegungen

 
     
  Krustenbewegungen, die Bewegungen von Teilen der Erdkruste, die durch Prozesse der Geodynamik oder durch anthropogene (von Menschen verursachte) Eingriffe hervorgerufen werden. Sie lassen sich in zwei Arten unterteilen: die gleichförmige Bewegung grösserer Teile (Blöcke) der Erdkruste, die in sich als undeformierbar angesehen werden können, so dass sie sich wie starre Kugelkappen über die Erde bewegen, und die kontinuierliche Deformation der Erde, bei der Teile der Erdkruste verformt werden.


Die grossräumigen Bewegungen ausgedehnter Teile der äusseren Erdschichten können im Sinne der Plattentektonik durch die Plattenkinematik dargestellt werden. Kontinuierliche Deformationen entstehen dabei vor allem an den Plattenrändern, wo durch Erdbeben auch sprunghafte Bewegungen auftreten können. Anthropogene Erdkrustenbewegungen werden vor allem durch Bergbau, Erdölförderung, Grundwasserspiegeländerungen usw. hervorgerufen, wobei es besonders zu vertikalen Bewegungen kommt. Die grossräumigen (bis zu globalen) Erdkrustenbewegungen können durch geodätische Raumverfahren in Lage und Höhe mit Genauigkeiten von unter einem Zentimeter gemessen werden. Bei kleinräumigen Bewegungen kommen auch klassische Vermessungsverfahren wie Trilateration und Nivellement in Betracht, die über kleine Flächen die gleiche Genauigkeit erreichen. Lokal werden die Bewegungen z.B. mit dem Extensometer gemessen.
 
 

 

 

 
 
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