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in der Photogrammetrie Gerät zur optisch-mechanischen Entzerrung von analogen, photographischen Luftbildern. Das Entzerrungsgerät ist ein spezieller Projektor, bestehend aus dem Projektionsobjektiv mit einer meist ortsfesten, vertikal stehenden, optischen Achse, dem Bildträger, der Beleuchtungseinrichtung und dem Projektionstisch. Das Gerät besitzt fünf unabhängige Freiheitsgrade (Einstellmöglichkeiten). Das sind i.a. die Änderung der Projektionsentfernung (Massstabsänderung der Projektion), die kardanische Neigung des Projektionstisches und zwei normal zueinander stehende Translationen des Bildträgers in seiner Ebene. Weitere Einstellgrössen zur Gewährleistung einer automatischen Scharfabbildung werden durch Steuerungen berücksichtigt. Der Entzerrungsvorgang erfolgt empirisch, indem vier im Bild gekennzeichnete Passpunkte mit den auf einem Einpassblatt im Objektkoordinatensystem kartierten identischen Passpunkten zur Koinzidenz gebracht werden. Wenn entsprechende Vorrichtungen am Entzerrungsgerät vorhanden sind, kann auch eine direkte Eingabe der numerisch aus den Daten der inneren Orientierung und äusseren Orientierung des Bildes berechneten Einstellwerte vorgenommen werden. Das Ergebnis der optisch-mechanischen Entzerrung ist ein entzerrtes photographisches Einzelbild im gewünschten Kartenmassstab. Da das Bild in seiner Gesamtheit optisch umgebildet wird, ist eine Eliminierung der durch die Höhenunterschiede des Geländes verursachten perspektivischen Verzerrungen des Bildes im Prinzip nicht möglich. Optisch-mechanische Entzerrungsgeräte können deshalb nur für die Entzerrung von Bildern genähert ebenen Geländes eingesetzt werden (Abb.).
Entzerrungsgerät: Grundaufbau: Lichtquelle (1), Kondensor (2), Bildträger (3), Projektionsobjektiv (4), Projektionstisch(5). |
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