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Cromer-Komplex

 
     
  ursprünglich benannt nach den warmzeitlichen Ablagerungen der Cromer Forest Beds in East Anglia (Grossbritannien). Heute in Mitteleuropa als Cromer-Komplex unterteilt in (von alt nach jung): Cromer I-Interglazial (Waardenburg), Glazial A, Cromer II-Interglazial (Westerhoven), Glazial B, Cromer III-Interglazial (Rosmalen), Glazial C, Cromer IV-Interglazial (Nordbergum). Die Abfolge ist nirgendwo vollständig erhalten und die Vegetation der einzelnen Warmzeiten relativ untypisch, so dass eine Korrelation mit anderen Vorkommen unsicher ist (Quartär). Im Cromer IV kommt zum ersten Mal Arvicola terrestris cantiana vor. Der Stratotyp des Cromer (West Runton, Grossbritannien) enthält noch Mimomys savini und ist damit älter. Das Interglazial von Osterholz (Elze, Niedersachsen) entspricht dem Cromer I. Für das Interglazial von Bilshausen kommt das Cromer II oder IV in Betracht. Diese Warmzeit hat nach Warvenzählungen 30.000 Jahre gedauert. In Thüringen wird vom Thüringen-Komplex gesprochen, die warmzeitlichen Sedimente liegen hier unter der Früh-Elster-Terrasse. Hierher gehören die Fundstellen Süssenborn bei Weimar und Voigtstedt. Voigtstedt könnte dem Vorkommen West Runton entsprechen. Auch die Atern-Warmzeit gehört in den Cromer-Komplex. Als stratigraphische Hilfe dient neben Flora und Fauna die Matuyama/Brunhes-Grenze zwischen Cromer I und II.  
 

 

 

 
 
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