Lexikon Geologie Geografie Geowissenschaften  
Suche :        
   A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z   #   

 

 
 

Chelate

 
     
  [von griech. ch =Klaue, Krebsschere], Scherenverbindungen, Sammelbezeichnung für ringförmige Verbindungen, bei denen Metallionen an zwei, oder mehr funktionelle Gruppen eines (meist organischen) Komplexbildners gebunden sind. Dabei wird das Metallion quasi von mehreren Seiten umschlossen (Abb.). Es bilden sich 5- oder 6-gliedrige Ringe, deren Ringglieder durch das Metallion, Gruppierungen mit Elektronenpaaren oder Elektronenlücken bzw. Wasserstoffbrücken gebildet werden. Die entstehenden Komplexe sind sehr stabil. In der Natur spielen Chelate wie der Blutfarbstoff Hämoglobin oder das Blattgrün (Chlorophyll) eine wichtige Rolle. Pflanzen nutzen die Chelatbildung aus, indem sie über ihre Wurzeln Substanzen ausscheiden, die z.B. mit Eisen- oder Calciumionen Chelate bilden können. Auf diese Weise kann die Pflanze auch schwer lösliche Nährstoffe nutzen. Im Boden finden sich überwiegend Huminstoffe als Partner für die Chelatbildung.

Chelate
ChelateChelate: Beispiel für einen Chelatkomplex: Nickeldiacetyldioxin.
 
 

 

 

 
 
Ein Bookmark auf diese Seite setzen:
 
 

 

 

 
 
<< vorheriger Begriff
 
nächster Begriff >>
check shot
 
Chelatisierung
 
     

Weitere Begriffe : High-Field-Strength-Elemente Bodeninversion Wasserbau

 

 
Startseite GeoDZ
Copyright © 2010 GeoDZ.com. All rights reserved.  Nutzungsbedingungen  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum