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Auslöschung

 
     
  tritt bei polarisationsmikroskopischen Untersuchungen mit gekreuzten Polarisatoren dann ein, wenn die Objekt-Schwingungsrichtungen parallel zur Durchlassrichtung von Polarisator und Analysator liegen. Die vier dabei auftretenden Dunkelstellungen werden als Normallagen oder Auslöschungslagen (Auslöschungsstellungen) bezeichnet. Verlaufen Schwingungsrichtungen und morphologische Kennzeichen des Objekts, z.B. Kristallkanten, Zwillingsebenen oder Spaltrisse parallel, so spricht man von gerader Auslöschung. Bei vielen Kristallen, v.a. bei den niedriger symmetrischen gesteinsbildenden Mineralen, verlaufen die Schwingungsrichtungen jedoch nicht parallel zu den morphologischen Kriterien (schiefe Auslöschung), so dass in Auslöschungslage die morphologischen Kriterien einen bestimmten Winkel zur Durchlassrichtung der Polarisatoren bilden. Dieser Winkel wird als der sog. Auslöschungswinkel (Auslöschungsschiefe) bezeichnet. Der Winkel der Auslöschung ist ein sehr wichtiges Kriterium zur Identifizierung der Minerale, z.B. bei der polarisationsmikroskopischen Diagnostizierung der Asbeste.  
 

 

 

 
 
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