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Ökoton

 
     
  Übergangssaum zwischen benachbarten Landschaftsökosystemen, Ökosystemen oder Lebensgemeinschaften. Weil das Ökoton ein Schnittbereich von zwei verschiedenartigen Lebensräumen darstellt, herrschen innerhalb des Ökotons vielfältigere Lebensbedingungen als in den angrenzenden Landschaftsökosystemen (Nahrungsangebot, Anzahl der ökologischen Nischen, mikroklimatische Bedingungen etc.). Daraus ergibt sich eine höhere geoökologische und biotische Diversität (Landschaftsdiversität, Biodiversität). So findet man beispielsweise im Ökoton zwischen Wald und Wiese mehr Vogelarten als im Innern des Waldes oder auf dem Feld. Dieser günstige Einfluss auf die Diversität wird auch als Randeffekt bezeichnet. Beispiele für Ökotone sind Feldränder, Waldränder und Seeufer. Die Existenz von Ökotonen bedeutet auch, dass es in der Realität, vor allem in grossen Massstäben, keine scharfen Grenzen zwischen Ökotopen und Lebensgemeinschaften gibt, sondern eher Kerngebiete, die langsam über die ökologischen Grenzsäume räumlich ineinander übergehen.  
 

 

 

 
 
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Weitere Begriffe : Ökotyp Martonne transgressiv-regressiver Zyklus

 

 
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