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ubiquitär

 
     
  überall vorkommend, allgegenwärtig. Als Beispiel für die Allgegenwart (Ubiquität) von Stoffen seien hier die PAKs genannt. PAK sind in der Biosphäre sowohl in der Luft, im Erdboden, z.B. Acker- und Waldboden, wie auch im Wasser enthalten. Ebenso trifft man sie originär in pflanzlichen und tierischen Nahrungsstoffen an. Dort werden sie zum Teil durch biogene Synthese in Bakterien und niederen Pflanzen gebildet (kalte Entstehungsweise). Gewisse Zubereitungsverfahren der Lebensmittel wie auch standortbedingte Kontaminationseinflüsse (Stadt- und Industrienähe) auf Nutzpflanzen führen darüber hinaus zu weiteren PAK-Konzentrationserhöhungen. Untersuchungen belegen, dass mit den Grundnahrungsmitteln bedeutende PAK-Mengen aufgenommen werden. Dabei sind jedoch die Konzentrationen in tierischen Lebensmitteln (Fleisch, Fisch, Wurst usw.) bedeutend niedriger als in den pflanzlichen, wie z.B. Getreide, Gemüse, Obst, Pflanzenöle usw., angesiedelt. Als Durchschnittswert rechnet man bei pflanzlichen Produkten mit 1 bis 2 μg Benzo(a)-pyren pro 100 g Trockensubstanz und bei tierischen, z.B. Fleisch, mit 0,1 bis 0,2 μg Benzol(a)-pyren pro kg. Erstaunlicherweise und entgegen einer weitverbreiteten Meinung tritt auch nach der küchenmässigen Bereitung (Backen, Braten, Grillen, Rösten, Räuchern) tierischer Produkte nur eine verhältnismässig geringe Erhöhung dieser Werte ein, so dass nach wie vor die PAK-Gehalte in pflanzlicher Kost dominieren. Mit dem Spülicht gelangen daher geringe PAK-Anteile, gebunden an Nahrungsmittelresten, ins kommunale Abwassernetz. Nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch einzelne Genussmittel bestimmen die Aufnahme von PAK durch den Menschen. So sind beispielsweise alle aktiven wie auch passiven Raucher diesem Einfluss ausgesetzt. Weiterhin sind PAKs in allen fossilen Brennstoffen, z.B. Erdöl, Braunkohle und Steinkohle enthalten. Bei der Pyrolyse von Holz, Kohle, Heizöl und Kraftstoff werden beträchtliche Mengen an PAK freigesetzt. Mit dem fallenden Niederschlag gelangen diese Substanzen aus der Luft auf den Erdboden und somit auch ins Grundwasser, Oberflächenwasser und bei der Mischkanalisation ebenso ins Abwassernetz.  
 

 

 

 
 
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