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fossiles Wasser

 
     
  fossiles Grundwasser, 1) in früheren erdgeschichtlichen, oft niederschlagsreicheren Zeiten in seine jetzige, meist in grossen Tiefen liegende Lagerstätte gelangtes Wasser, das z.T. nicht mehr durch die aktuellen Niederschläge erneuert wird und daher über geologische Zeiträume nicht mehr am atmosphärischen Wasserkreislauf teilgenommen hat. 2) synsedimentär im Grundwasserleiter eingeschlossenes Wasser (konnate Wasser). Der Nachweis von fossilem Wasser erfolgt durch die Bestimmung von im Wasser vorhandenen Isotopen (z.B. Tritium, 14C) entsprechender Halbwertszeit. Fossile Wässer haben sich in grösserer Menge v.a. in weitgespannten Beckenstrukturen der alten Kontinentalschilde erhalten. Bekannte und wasserwirtschaftlich bedeutende Vorräte mit einem Alter bis >40.000 Jahre finden sich in den Sedimentationsbecken des Sahararaumes, wo sie zunehmend zur Wasserversorgung der dichter besiedelten nordafrikanischen Küstenregionen oder zur landwirtschaftlichen Bewässerung genutzt werden. Beispiel hierfür sind die Grundwasservorkommen in den nubischen Sandsteinen der Ostsahara, die aufgrund von 14C-Datierungen feuchteren Perioden des Neolithikums bzw. generell des Pleistozäns zugeordnet werden. Findet keine oder eine nur teilweise Erneuerung der entnommenen Vorräte durch Grundwasserneubildung statt, spricht man von Grundwasserabbau (z.T. auch Grundwasserraubbau).  
 

 

 

 
 
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Weitere Begriffe : überkippter Faltenschenkel soligelid Topengefüge

 

 
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