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Widerstands-Log

 
     
  kontinuierliche Aufzeichnung des elektrischen Formationswiderstandes in einer Bohrung. Der elektrische Widerstand der Formation wird massgeblich durch die Zusammensetzung und die Menge der im Gestein enthaltenen Fluide beeinflusst (Archie-Gleichung). Mit steigendem Elektrolytgehalt der Porenwässer und Zunahme der Porosität verringert sich der elektrische Widerstand. Die Matrixleitfähigkeit der Gesteine ist in der Regel vernachlässigbar (Ausnahme: vererzte und graphitisierte Gesteine). Festgesteine mit sehr geringem Porenanteil und Klüften wie Quarzite oder massive Kalksteine sind insofern sehr schlechte elektrische Leiter und durch hohe Widerstände gekennzeichnet. Auch trockene tonfreie Gesteine leiten den Strom praktisch nicht. Tone und Tonsteine zeigen hingegen sehr geringe elektrische Widerstände, was vor allem auf die für Tonminerale typische Oberflächenleitfähigkeit zurückzuführen ist. Widerstandsmessungen dienen in erster Linie der Ermittlung des spezifischen Gesteinswiderstandes im Bohrlochnahbereich und werden zur lithologischen Gliederung des Bohrprofils und zur Identifizierung durchlässiger Schichten sowie Kluft- und Störungszonen genutzt. In der Kohlenwasserstoffexploration ist das Widerstands-Log ein spezieller Indikator für öl- und gasführende Horizonte und dient zur quantitativen Ermittlung der Kohlenwasserstoffsättigung.  
 

 

 

 
 
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