Lexikon Geologie Geografie Geowissenschaften  
Suche :        
   A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z   #   

 

 
 

Voruntersuchung

 
     
  Sammelbegriff aus dem Bereich der Ingenieurgeologie, unter dem die Untersuchungsschritte der Erstbewertung sowie der orientierenden Phase und der Detailphase einer Gefährdungsabschätzung zusammengefasst werden. Diese Untersuchungen dienen der Ermittlung und Feststellung eines kontaminationsbezogenen Sachverhalts und bilden zugleich die Voraussetzung für die rechtliche Beurteilung (einschliesslich Entscheidung über die im Grundsatz zu erreichenden Schutzziele) durch die zuständige Behörde. Die Voruntersuchungen sind nicht auf die Realisation eines bestimmten Sanierungsverfahrens (Altlastensanierung) ausgelegt, sondern dienen zunächst der Beantwortung der Frage, ob ein Schadstoffpotential im Boden vorliegt und ob hiervon eine Schutzgutbeeinträchtigung ausgeht oder ausgehen könnte. Nach detaillierten Unterlagenauswertungen, die zur Ermittlung der historischen (Flächennutzung, Anlagenstandplätze, eingesetzte, abgelagerte und umgeschlagene Substanzen) sowie der geologisch-hydrogeologischen (Untergrundaufbau, Grundwasserverhältnisse) Standortsituation dienen, kommen im Rahmen von Voruntersuchungen in der Regel folgende Feld- und Laborarbeiten zur Ausführung: a) Erstellung von Rammkernsondierungen zur Gewinnung von Bodenproben (Standarddurchmesser 36-60 mm), b) Entnahme und geologisch/organoleptische Ansprache von Bodenproben je Bohrmeter oder Schichtwechsel (Probenvolumen 250-500 ml, Sonderproben (Septumgläser) 10-20 ml), c) Entnahme von Bodenluftproben aus provisorischen bzw. permanenten Gasmessstellen, Direktentnahme aus Sondierlöchern/Bodenluftlanzen (Standarddurchmesser bis 50 mm), Entnahme über Anreicherung auf Adsorbersubstanz und/oder in Gasmaus/Septumbehälter usw., d) Erstellung von Grundwassermessstellen (Bohrdurchmesser 80-320 mm, Ausbaudurchmesser 50-150 mm, Ausbaumaterial PVC, PEHD, Stahlrohr verzinkt), e) Entnahme von Grundwasserproben (Schöpfproben, Pumpproben, zonierte Pumpproben), f) Durchführung von Pumpversuchen (Dauer 8-48 Stunden), g) chemische Analysen auf standorttypische Parameter (organische und anorganische Stoffe) an Bodenluftproben, Bodenproben (Orginalsubstanz/Eluat) und Grundwasserproben.  
 

 

 

 
 
Ein Bookmark auf diese Seite setzen:
 
 

 

 

 
 
<< vorheriger Begriff
 
nächster Begriff >>
Vortriebsklassen
 
Vorverarbeitung
 
     

Weitere Begriffe : Berechnung der Innenfeldkomponenten ermöglichen, Kartenbearbeitung FAO-Bodenklassifikation

 

 
Startseite GeoDZ
Copyright © 2010 GeoDZ.com. All rights reserved.  Nutzungsbedingungen  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum