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schwache attraktive Kräfte, die auf Dispersionskräften und Dipol-Dipol-Kräften beruhen. Diese Kräfte (Nebenvalenzbindungen) sind zwischen sämtlichen Atomen, Ionen und Molekülen wirksam und überlagern sich mit den Hauptbindungsarten (Hauptvalenzbindung). Zwischen polaren Molekülen, die ein permanentes Dipolmoment besitzen, bestehen elektrostatische Anziehungskräfte, sog. Dipol-Dipol-Kräfte, die mit der sechsten Potenz des Abstandes abnehmen. Bekannte Beispiele für Moleküle mit permanenten Dipolmomenten sind Wasser und Ammoniak. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass Moleküle mit einem permanenten Dipolmoment in benachbarten Molekülen Dipole indizieren. Auch zwischen unpolaren Partikeln kommt es zu solchen induzierten Dipolkräften durch momentane Polarisation der Elektronenhüllen (Dispersionskräfte). Van-der-Waals-Kräfte sind die einzigen Bindungskräfte zwischen unpolaren Molekülen und Edelgasatomen, was sich beispielsweise in den niedrigen Schmelzpunkten und der geringen Härte von Edelgaskristallen ausdrückt (Abb.).
Van-der-Waals-Bindung: Van-der-Waals Kräfte zwischen Heliumatomen; links: isoliertes kugelsymmetrisches Heliumatom, rechts: gegenseitige Polarisation zweier Heliumatome unter Bildung induzierter Dipole. |
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