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Urheberrecht

 
     
  in der Bundesrepublik Deutschland durch das Urheberrechtsgesetz (UrhG) von 1965 (einschliesslich der Änderungsgesetze von 1985, 1993 und 1995) geregelt. Danach geniessen Karten denselben urheberrechtlichen Schutz wie andere Darstellungen wissenschaftlicher oder technischer Art, sofern diese persönliche geistige Schöpfungen eines Urhebers sind. Das Urheberrecht von nicht freischaffend Tätigen wird meist im Rahmen dienst- und arbeitsrechtlicher Vereinbarungen durch deren Beschäftigungsstelle, d.h. die Behörde oder den Arbeitgeber (z.B. einen Verlag) wahrgenommen. Das Recht auf Verwertung (d.h. Vervielfältigung, Verbreitung, Ausstellung) eines Werkes, damit auch kartographischer Darstellungen hat allein der Urheber. Dies schliesst die Umgestaltung oder Bearbeitung von Karten zum genannten Zweck ein. Zulässig ist hingegen die Vervielfältigung zum persönlichen und wissenschaftlichen Gebrauch sowie für Unterrichtszwecke. Die Verlagen aus Vervielfältigungen zustehende Vergütung wird über eine von den Herstellern und Betreibern der Kopiergeräte an Verwertungsgesellschaften zu zahlende Abgabe geregelt. Der Urheber einer Karte kann einem anderen (z.B. einem Herausgeber) die Nutzungsrechte ganz oder zeitlich, räumlich oder inhaltlich beschränkt einräumen. Mit Zustimmung des Urhebers sind diese übertragbar, z.B. zwischen Verlagen zum Zwecke einer Lizenzausgabe eines Atlas. Für amtliche topographische Karten, die keine durch das UrhG geschützten Werke sind, ergeben sich die Nutzungsrechte aus den Vermessungsgesetzen. Für ihre Nutzung in analoger oder digitaler Form ist in der Regel ein Nutzungsentgelt zu entrichten. Darüber hinaus sind die Datenquelle und ein Genehmigungsvermerk in der Karte anzugeben. Des weiteren gelten internationale Verträge zum Urheberschutz, darunter das Welturheberrechtsabkommen von 1952 in der revidierten Pariser Fassung von 1971. Im Bereich der thematischen Kartographie ist die eindeutige Bestimmung der Urheberschaft, d.h. des Anteils der schöpferischen Leistung an einer Karte oftmals schwierig, da diese häufig in enger Zusammenarbeit von Kartenautor und gestaltendem Kartenredakteur entsteht. Ähnliches gilt für die schöpferische Anwendung kartographischer Konstruktionsprogramme und Geoinformationssysteme zur Verwirklichung der Absichten eines Kartenautors durch andere. In diesen Fällen sollte das gemeinsam von Miturhebern geschaffene Werk durch eine entsprechende Urheberbezeichnung in der Karte ausgewiesen werden. Der Urheber bestimmt, ob und mit welcher Urheberbezeichnung ein Werk zu versehen ist.  
 

 

 

 
 
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