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Strontium-Meerwasserkurve

 
     
  die Verweilzeit von Strontium im Meerwasser ist mit ca. 4·106 Jahren relativ lang im Vergleich zur Zeit von ca. 103 Jahren, in welcher sich das Element in den Ozeanen homogen verteilt. Als Folge davon ist das 87Sr/86Sr-Verhältnis (Strontiumisotope) in den Ozeanen weltweit sehr einheitlich. Das Strontium in den Ozeanen stammt im wesentlichen aus der Verwitterung kontinentaler Gesteine und aus hydrothermalen Aktivitäten an den Mittelozeanischen Rücken. Abhängig von Art und Ausmass der bevorzugt abgetragenen Gesteine und der Aktivität der Mittelozeanischen Rücken unterlag das 87Sr/86Sr-Verhältnis der Ozeane im Verlauf der Erdgeschichte starken Schwankungen. Bis vor ca. 2,5 Mrd. Jahren lag es nahe bei dem des Erdmantels und stieg dann stärker an. Im Phanerozoikum (Abb.) kam es zu starken Schwankungen des 87Sr/86Sr-Verhältnisses, seit der Kreide stieg das Isotopenverhältnis dann bis heutigen Wert von 0,70923 an. Anwendungen der Sr-Meerwasserkurve sind z.B. die Datierung mariner Carbonate, deren Alter grob bekannt ist, die Abschätzung mariner Einflüsse in Sedimentiten und Biolithen sowie Abschätzungen zu Klima und Verwitterung.

Strontium-MeerwasserkurveStrontium-Meerwasserkurve: Entwicklung der Strontium-Isotopenverhältnisse des Meerwassers im Phanerozoikum.
 
 

 

 

 
 
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Weitere Begriffe : Fallgewicht AVO normalisierte Strukturamplitude

 

 
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