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Nutzungsform der Landwirtschaft mit innerhalb der Kulturlandschaft verteilten einzelnen Obstbäumen, Baumreihen oder Baumgruppen. Streuobstwiesen wurden in der Regel als Grüngürtel um Ortschaften angelegt. Sie dienen der Selbstversorgung und schützen vor Wind und Trockenheit im Sommer. Im Streuobstbau kommen robuste und widerstandsfähige Hochstammobstbäume zum Einsatz, die keine Schädlingsbekämpfung benötigen. Die hohe Artenvielfalt auf solchen Flächen sorgt für ein sich selbstregulierendes Ökosystem, das ein klassisches Beispiel für biologische Schädlingsbekämpfung darstellt. Wegen der hohen Artenvielfalt gelten Streuobstbau-Flächen vom Standpunkt des Naturschutzes aus als wertvoll. Da der Streuobstbau heute häufig als wirtschaftlich unrentabel eingestuft wird, wird er zunehmend durch Obstbaumplantagen ersetzt, mit den Nachteilen des hohen Aufwandes an chemischer Schädlingsbekämpfung und dem damit verbundenem Verlust an Lebensraum für viele bedrohte Tier-und Pflanzenarten. |
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