Lexikon Geologie Geografie Geowissenschaften  
Suche :        
   A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z   #   

 

 
 

Soldner

 
     
  Johann Georg von, deutscher (bayerischer) Geodät und Astronom, * 16.7.1776 auf dem Georgenhof bei Feuchtwangen, † 18.5.1833 München. Etwa ab 1800 Schüler des Astronomen Bode in Berlin wird er durch Veröffentlichungen schnell in der Fachwelt namhaft, lehnt aber Berufungen ins Ausland (z.B. als Direktor der Universitätssternwarte Moskau) ab. Seit 1808 ist er in München zu trigonometrischen Arbeiten. 1810 erscheint die Denkschrift „Berechnungsmethode eines trigonometrischen Hauptnetzes”. Daraufhin wird er 1813 Mitglied der physikalischen Klasse der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und 1815 Hofastronom und Vorstand der zu erbauenden Sternwarte in Bogenhausen. Soldner nahm an der Längengradmessung Paris-München-Wien teil. Geodätisch sind folgende Errungenschaften von bleibender Bedeutung: ein rechtwinklig-sphärisches Koordinatensystem (Soldnersches Koordinatensystem) zur Abbildung des Ellipsoids als Modell der Erdform auf eine Kugel (Soldnersche Bildkugel), das verbreitet bei Landesvermessungen benutzt wurde, sowie seine besonderen Verdienste um das bayerische Hauptdreiecksnetz. 1825 Zivilverdienstorden der bayerischen Krone, verbunden mit dem persönlichen Adel; 1829 Ritterkreuz der französischen Ehrenlegion. Gedenktafel an Kirche im Münchner Stadtteil Bogenhausen; 1963 Denkmal (Soldner-Koordinaten) in München, Öttingenstr. (Landesvermessungsamt).  
 

 

 

 
 
Ein Bookmark auf diese Seite setzen:
 
 

 

 

 
 
<< vorheriger Begriff
 
nächster Begriff >>
Solarstrahlung
 
Soldner-Koordinaten
 
     

Weitere Begriffe : Polarisationsmikroskop Rhexistasie Isotopenverhältnis

 

 
Startseite GeoDZ
Copyright © 2010 GeoDZ.com. All rights reserved.  Nutzungsbedingungen  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum