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Silicoflagellales

 
     
  einzellige, 20-50 μm, selten bis 100 μm grosse, mixotrophe, marin und
planktonisch lebende Algen mit vielen gelben oder grünbraunen Chloroplasten zur Photosynthese
und Pseudopodien, mit denen Nahrungspartikel gefangen werden. Ein einziges Flagellum dient der
Fortbewegung. Das Cytoplasma wird von einem fossilisationsfähigen, internen Opalskelett aus
hohlen Streben gestützt. Es besteht aus einem Basalring, der rund, elliptisch, rhombisch, pentagonal
oder hexagonal ist und Stacheln in den Eckpunkten tragen kann. Meist spannen sich ein oder
mehrere Balken als Gewölbe über den Basalring. Fossile Silicoflagellaten-Skelette sind seit der
Unterkreide, vor allem aus an Bacillariophyceae reichen Ablagerungen bekannt und selten
gesteinsbildend zum Silicoflagellit angehäuft. Im Tertiär erreichten die Silicoflagellales ihre maximale
Diversität, die auf nur noch eine rezente Gattung mit drei Arten zurückging. Die systematische
Stellung der Ordnung Silicoflagellales ist unsicher. Sie werden sowohl zu den Chrysophyceae
(Heterokontophyta) gestellt, nehmen bei diesen Algen aber eine umstrittene Sonderstellung ein, als
auch zu den Protozoa, weil sie mit ihren Pseudopodien Nahrung aufnehmen können.
 
 

 

 

 
 
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