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Penman-Formel

 
     
  ausEnergiebilanzverfahren und aerodynamischen Verfahren abgeleitetes, heute sehr häufig angewandtes Verfahren zur Berechnung der Verdunstung Eo. Die Grundform für freie Wasserflächen lautet:

Penman-Formelwobei s die Steigung der Dampfdruckkurve, γ die Psychrometerkonstante und Ea das Ventilations-Feuchteglied darstellen. Das Strahlungsglied Q0 setzt sich aus dem kurzwelligen, solaren Anteil RK und dem langwelligen, terrestrischen Anteil RL zusammen:


Q0=(1-a)·RK-RL,


wobei a die Albedo darstellt. Da die solare Strahlung nicht an den Routinemessstationen gemessen wird, kann sie näherungsweise über die tägliche Sonneneinstrahlung Rs am Rande der Atmosphäre und der relativen Sonnenscheindauer n (Verhältnis der tatsächlichen zur astronomisch möglichen Sonnenscheindauer) ermittelt werden:


RK=Rs·(0,18+0,55·n).


Die terrestrische Strahlung wird mit:

Penman-Formelberechnet. Dabei ist σ die Stefan-Boltzmannsche Strahlungskonstante, T die Lufttemperatur in 2 m Höhe und eL der Wasserdampfdruck der Luft, ebenfalls in 2 m Höhe. Das Ventilations-Feuchteglied Ea wird bestimmt aus:


Ea=0,35·(0,5+0,54·v)·(EL-eL),


wobei v die Windgeschwindigkeit in 2 m Höhe und EL den Sättigungsdampf darstellen. Obwohl die Formel ursprünglich für freie Wasserflächen und für Monatsmittel aufgestellt wurde, liefert sie auch für Landoberflächen und für Tageswerte brauchbare Werte.
 
 

 

 

 
 
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