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Porositäts-Log, bohrlochgeophysikalische Aufzeichnung der Reaktion der Formation auf den Beschuss mit schnellen Neutronen. Das Log gibt dabei den gesamten Formationswasserstoffgehalt (Hydrogen-Index, HI) wieder. Da Wasserstoff in Sedimenten überwiegend im Porenwasser vorliegt, stellt das Log einen Porositätsanzeiger dar und wird in Neutronenporositätseinheiten (NPU) ausgedrückt. Unter der Annahme einer vollständigen Wassersättigung liefert die Neutronenmessung ein direktes Mass für die nutzbare Gesteinsporosität. Dies gilt jedoch nur für tonfreie Gesteine, da die Abbremsung der Neutronen nicht nur durch den Wassergehalt im Porenraum bestimmt wird, sondern auch wesentlich durch Minerale, die Wasserstoff in ihr Kristallgitter in Form von OH-Gruppen einbauen (z.B. Glimmer) oder zusätzlich Wasser kolloidal binden (Tonminerale). Insbesondere Tonminerale erzeugen hohe Messwerte im Neutronenporositäts-Log, die eine erhöhte nutzbare Gesteinsporosität vortäuschen. Diese nur scheinbaren Porositäten müssen bei der Berechnung des Porenraums berücksichtigt werden. |
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