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Lesesteine

 
     
  1) Geologie: auf und im Boden befindliche Gesteinstrümmer, die sich durch Verwitterung vom Anstehenden gelöst haben. Da diese auf Flächen und flach geneigten Hängen nicht weit von ihrem Ursprung entfernt liegenbleiben bzw. sich nach physikalischen Gesetzen verteilen, können aus ihrer statistischen Verbreitung, die mit einer detaillierten Geländekartierung zu ermitteln ist, Hinweise auf das unter der Bedeckung anstehende Gestein gewonnen werden (geologische Kartierung). Unter günstigen Voraussetzungen lassen sich sogar die Lagerungsverhältnisse ableiten. 2) Geomorphologie: von Acker- und Grünlandflächen aufgelesene und zu Lesesteinhaufen oder Lesesteinwällen zusammengetragene lose Steine und Blöcke, die sich an der Bodenoberfläche befanden und dort die Bodenbearbeitung erschwerten oder die Produktivität der Fläche verringerten. Da mit voranschreitenden Prozessen der Bodenerosion auf Ackerflächen und durch Frosthub bei Grobkomponenten auf Wiesen und Weiden in Hochgebirgen immer wieder neue Steine an die Oberfläche gelangen, muss das Absammeln in regelmässigen Abständen wiederholt werden.  
 

 

 

 
 
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Weitere Begriffe : HIMU Selenide deterministisch

 

 
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