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Instrument zum Bestimmen der Himmelsrichtungen. Beim Magnetkompass stellt das erdmagnetische Feld eine auf einer feinen Spitze gelagerte und über einer Scheibe mit Windrose drehbare Magnetnadel in die magnetische Nordsüdrichtung ein. Besondere Ausführungen des Magnetkompasses sind der Marschkompass, der zusätzlich eine Visiereinrichtung (Kimme, Korn, Spiegel) sowie eine drehbare Teilringscheibe mit Marschzahlen für den freihändigen Gebrauch im Gelände enthält, und die Bussole. Der um 1100 n. Chr. entdeckte Magnetkompass gab starke Impulse für die Entwicklung der Navigation, der Hochsee-Schiffahrt und der Seekarten. Beim Kreiselkompass bewirkt die Erdrotation die Einstellung des Kreiseldrehimpulses nach Geographisch Nord. Dieser Kompass hat für die Schiffahrt, für das Markscheidewesen u.a. sehr grosse Bedeutung erlangt, weil er von magnetischen Störungen, z.B. durch Eisenteile, nicht beeinflusst wird. |
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