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Gitterpunktsystem

 
     
  Rechengitter, auf dem Simulationen mit numerischen Modellen durchgeführt werden (Abb.). Bei den numerischen Simulationen wird meistens das Rechengebiet mit einem Netz überzogen, an dessen Knotenpunkten die meteorologischen Variablen definiert und mit dem zugrundeliegenden Gleichungssystem berechnet werden. Der horizontale Abstand Δx und Δy zwischen zwei Knoten ist die Gitterweite, die bei Klimamodellen 100-500 km beträgt, bei Wettervorhersagemodellen 5-50 km und bei Modellen für die Mikro- und die Mesoskala 10 m-5 km. Während diese horizontalen Abstände ausreichen, um die auf der entsprechenden Skala relevanten meteorologischen Vorgänge darzustellen und zu berechnen, müssen in der vertikalen Richtung die Knotenpunkte dichter beisammen liegen. Typische Abstände Δz in Erdbodennähe sind dabei 5-50 m und im Bereich der planetaren Grenzschicht 100-400 m. Aus Gründen, die mit der mathematischen Lösung des verwendeten Gleichungssystems zu tun haben, wird häufig nicht nur ein Gitterpunktsystem benutzt, sondern zwei gegeneinander um eine halbe Maschenweite verschobene Gitter. Dabei werden die Geschwindigkeitskomponenten u, v und w in die drei Raumrichtungen x, y und z auf eine bestimmte Art um einen zentralen Knotenpunkt angeordnet, an dem die anderen meteorologischen Variablen (z.B. der Luftdruck p) definiert sind.

GitterpunktsystemGitterpunktsystem: schematische Darstellung eines Gitterpunktsystems.
 
 

 

 

 
 
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