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ein Geologenkompass, der 1954 von E. Clar entwickelt wurde und bei gefügekundlichen Arbeiten im Gelände zur Messung von Streich- und Fallwerten dient. Um ein direktes Ablesen der Streichwerte zu ermöglichen, sind auf dem Horizontalkreis (Bussole) die Himmelsrichtungen Osten und Westen vertauscht. Zur Bestimmung planarer Gefügeelemente wird der Gehäusedeckel so an die entsprechende Schicht gelegt, dass sich der Horizontalkreis in der waagerechten befindet (die Überprüfung erfolgt über eine eingebaute Wasserwaage). Die N-S-Kante des Gehäusedeckels weist dann in Richtung des Einfallens. Mit dem Horizontalkreis wird die Richtung der Horizontalen, die senkrecht zum Streichen verläuft, gemessen. Das Einfallen der entsprechenden Fläche wird mit Hilfe des Vertikalkreises, ein am Scharnier des Gehäuses angebrachter Neigungsteilkreis, ermittelt. Der Richtungswinkel der Horizontalen senkrecht zum Streichen ist zwischen 0° und 360° eindeutig festgelegt. Es bedarf demnach keiner zusätzlichen Angabe der Himmelsrichtung. Der Einfallwinkel liegt zwischen 0° und 90°. Notiert wird üblicherweise zuerst der Richtungswinkel und dann der Neigungswinkel, wobei die beiden Angaben durch einen Schrägstrich voneinander getrennt werden (z.B. 178/25). Um Verwechslungen zu vermeiden, sollte der Richtungswinkel immer dreistellig und der Neigungswinkel immer zweistellig angegeben werden. Die Bestimmung der Ausrichtung von linearen Gefügeelementen erfolgt, indem die N-S-Kante des Gehäusedeckels an das Linear gelegt und der Horizontalkreis in die Horizontale gebracht wird. Im Gegensatz zu den planaren Gefügeelementen entspricht bei den Linearen die Fallrichtung der Streichrichtung.
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