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Regeln, die zur Bemessung der Kornverteilung eines Filters angewendet werden, um dessen Filterstabilität gegenüber dem zu entwässernden Bodens zu gewährleisten. Die Regeln sind entweder theoretisch von Kugelmodellen abgeleitet oder empirisch mit Hilfe von hydraulischen Filterversuchen ermittelt worden. In der Praxis wird am häufigsten die Filterregel nach Terzaghi angewendet, die für Böden mit einer Ungleichförmigkeitszahl U < 2 gültig ist. Sie besagt, das zwischen zwei Böden eine Filterwirkung besteht, wenn D15 des gröberen Bodens (Filtermaterial) kleiner ist als 4·d85 des feineren, zu entwässernden Bodens ist (d85 ist die Korngrösse in mm, bei denen die Summenkurve (Körnungslinie)die 85%-Linie schneidet, D bezieht sich auf den groben Boden, d auf den feinen):
Die erweiterte Filterregel von Terzaghi (Abb.) berücksichtigt in gewissem Mass die Ungleichförmigkeit des Filtermaterials:
Für Ungleichförmigkeitszahlen 2 < U < 25 kann die Filterwirkung durch die Filterregel nach Cistin/Ziems beschrieben werden. Als filtertechnisch schwierige Böden werden Schluffe und Fein- bis Mittelsande mit mehr als 10% Schluffanteil und einer Ungleichförmigkeit U < 15 bezeichnet. Bei diesen Böden kann die Filterfestigkeit durch den Einsatz von Geotextilien erreicht werden. CSch
Filterregeln: Anwendung der sog. erweiterten Filterregel von Terzaghi. |
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