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Fehnkultur

 
     
  Holländische Fehnkultur, ist seit Ende des 16. Jahrhunderts als Verfahren zur Hochmoorkultivierung bekannt. Die älteste deutsche Fehnsiedlung, die heutige Stadt Papenburg, wurde 1633 gegründet. Bei der Fehnkultur wurde der stärker zersetzte Schwarztorf bis auf den sandigen Untergrund abgegraben und als Brenntorf in die Städte verschifft. Die Bunkerde (ca. 30 cm mächtige, meist vererdete obere Torfschicht mit Resten der Moorvegetation) und der schwach zersetzte Weisstorf hingegen wurden vorher abgeräumt, um dieses Material nach der Abtorfung wieder auf den durchmischten Untergrund (Gemisch aus Schwarztorf, Pechsand und Ortstein) aufzubringen. Anschliessend wurde der Torf noch mit einer 10 bis 14 cm mächtigen Schicht Sand bedeckt, den man aus dem Untergrund hochgrub. Teilweise wurde durch tieferes Pflügen der Sand mit Torf durchmischt. So entstanden sehr fruchtbare Ackerböden.  
 

 

 

 
 
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