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Energie-Magnituden-Beziehung

 
     
  von Gutenberg und Richter 1956 abgeleitete empirische Beziehung zwischen Oberflächenwellen-Magnitude MS und der im Erdbeben freigesetzten seismischen Energie E (Einheit von E in erg=10-7 Joule):


Log10E = 11,8+1,5 MS.


Die elastische Energie einer seismischen Welle ist proportional zum Quadrat der Partikelgeschwindigkeit und kann daher aus Seismogrammen abgeleitet werden. Die Gutenberg-Richter-Beziehung ergibt E =6,3·1011 erg für ein Beben der Stärke MS =0 und 1,4·1025 erg für eines der Stärke MS = 8,9. Ein Anstieg von MS um eine Einheit entspricht einem 32fachen Anstieg der abgestrahlten seismischen Energie. Die jährlich abgestrahlte seismische Energie beträgt nach einer Berechnung von Kanamori im Mittel 4,5·1017 Joule, wobei Fluktuationen um eine Zehnerpotenz auftreten. Davon entfallen 90% auf Erdbeben der Magnitude MS ≥ 7. Die jährlich freigesetzte seismische Energie entspricht etwa 0,1% der jährlich aus dem Erdinnern strömenden Wärmeenergie.
 
 

 

 

 
 
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