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Abflusssummenlinie (veraltet), in einem rechtwinklingen Koordinatensystem die fortschreitende Summierung der Durchflussganglinie über die Zeitachse. Die Durchflusssummenlinie stellt damit den zeitlichen Verlauf des Durchflusses dar. Bei der Durchflussganglinie entspricht der Flächeninhalt zwischen den Durchflusskoordinaten und der Zeitachse, der durch zwei Zeitpunkte t1 und t2 begrenzt wird, dem summierten Durchfluss im Zeitabschnitt t1 bis t2:
Aus einer Summenlinie kann man die entsprechende Durchflussganglinie zurückberechnen. Die aus der Durchflusssummenlinie abgeleiteten Kenngrössen sind besonders für den Vergleich von Einzugsgebieten geeignet. Aus der Summenlinie eines Abflussjahres lassen sich beispielsweise folgende Zeitpunkte und Zeitspannen ermitteln (Abb.):
a) Zeitpunkt, bis zu dem ein Viertel (x1), die Hälfte (x2) bzw. drei Viertel (x3) der jährlichen Durchflusssumme abgeflossen sind. b) Anfang (xa) und Ende (xe) der kürzesten Zeitspanne, in der die Hälfte der jährlichen Durchflusssumme abgeflossen ist. c) Längste Zeitspanne für 1% (x = 1%), 5% (x = 5%) usw. der jährlichen Durchflusssumme.
Durchflusssummenlinie: Durchflusssummenkurve des Pegels Ziegenhagen (Rautenbach) im Abflussjahr 1981. |
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