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Dekompressionsschmelzen

 
     
  Teilaufschmelzung infolge von Druckentlastung eines adiabatisch aus grosser Tiefe aufsteigenden Körpers (adiabatischer Prozess). Dies ist der wichtigste Mechanismus, durch den Schmelzen, vor allem unter den ozeanischen Spreizungszentren, erzeugt werden. Beim adiabatischen Aufstieg von Erdmantelperidotit aus der Asthenosphäre sinkt seine Temperatur nur wenig. In einer Tiefe von ca. 100 km und darunter wird die Solidustemperatur überschritten, die mit abnehmendem Druck erheblich sinkt: das Dekompressionsschmelzen beginnt (Abb.).

DekompressionsschmelzenDekompressionsschmelzen: schematische Darstellung des Dekompressionsschmelzens unter dem Mittelozeanischen Rücken. Asthenosphärenmaterial steigt im festen Zustand adiabatisch auf (mit Pfeilen versehene Kurven). Sobald beim Aufstieg die Temperatur des Solidus erreicht wird, setzt das Dekompressionsschmelzen ein. Da die Aufschmelzung ein endothermer Prozess ist, wird die Temperatur des aufsteigenden Körpers erheblich stärker sinken. Je heisser die aufsteigende Asthenosphäre ist, desto höhere Aufschmelzgrade werden erreicht (gestrichelte Kurven zwischen Solidus und Liquidus entsprechen Aufschmelzgraden von 0,2 (20%); 0,4; 0,6 und 0,8).
 
 

 

 

 
 
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