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konische Refraktion

 
     
  besondere optische Erscheinung der Lichtausbreitung, wenn ein optisch zweiachsiger Kristall senkrecht zu einer Binormalen (optische Binormale) oder Biradialen (optische Biradikale) geschnitten ist und Lichtstrahlen den Kristall in diesen Richtungen durchdringen. Im ersten Fall nennt man die Erscheinung auch innere konische Refraktion. Ein Lichtstrahl, dessen Wellennormale in Richtung einer Binormalen N0 liegt, verwandelt sich in einen Strahlenkegel. Alle Strahlen entlang des Kegelmantels haben die gleiche Wellennormalenrichtung N0. Hinter einer senkrecht zu N0 geschnittenen Kristallplatte beobachtet man deshalb einen Lichtring mit bestimmten Schwingungsrichtungen, die sich umlaufend verändern (Abb.). Man nennt die Erscheinung äussere


konische Refraktion, wenn die Strahlrichtung in einer Biradialen S0 liegt. Diese Strahlrichtung wird von einer ganzen Mannigfalt von Wellenfronten, deren Wellennormalen auf einem Kegelmantel liegen, eingenommen. Fällt deshalb ein divergentes Lichtbündel, das alle diese Wellenfronten enthält, auf einen geeignet geschnittenen Kristall und wird ein Strahl Richtung S0 ausgeblendet, so beobachtet man wiederum nach dem Durchgang einen Lichtring. Beide Erscheinungen können mit Hilfe des Huygenschen Prinzips erklärt und konstruiert werden.

konische Refraktionkonische Refraktion: a) innere konische Refraktion, Strahlengang und Seitenansicht; b) äussere konische Refraktion, Strahlengang und Seitenansicht.
 
 

 

 

 
 
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