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Wasserbedarf

 
     
  das in einem Versorgungsgebiet bereitzustellende Wasservolumen. Es hängt von der jeweiligen Einwohnerzahl und dem spezifischen Wasserbedarf (in Liter pro Einwohner und Tag) ab sowie ggf. vom Bedarf an Betriebs-, Kühl- und Löschwasser und dem Wasserbedarf für öffentliche Einrichtungen (z.B. Bäder, Krankenhäuser, Schulen). Der einwohnerbezogene Wasserbedarf wird stark von der Art der Bebauung, der sanitären Ausstattung der Gebäude und Wohnungen sowie den sozialen Verhältnissen der Wohnbevölkerung bestimmt. Er liegt in der Bundesrepublik je Einwohner und Tag bei einfachen, älteren Mehrfamilienhäusern bei 90 l, in modernen Villenvierteln mit Komfortausstattung bei 250 l und kann Spitzenwerte von 400 l erreichen, der Mittelwert beträgt 145 l. Der Anteil des Kleingewerbes schwankt zwischen 9% und 27% des einwohnerbezogenen Wasserbedarfes. In der Industrie ist der Wasserbedarf stark branchenabhängig, er hat sich durch den Einsatz neuer Technologien, wie z.B. Kreislaufkühlung und Mehrfachnutzung, in den vergangenen Jahren erheblich verringert. Von grosser Bedeutung kann regional der Kühlwasserbedarf von Kraftwerken sein, der z.B. bei einem 1300 MW-Kernkraftwerk in den Sommermonaten bis zu 1 m3/s betragen kann, sowie der Wasserbedarf der Landwirtschaft. In der Wasserbilanz schlagen sich die beiden letzteren Bedarfsarten als Verlust nieder. Pflanzenwasserbedarf.  
 

 

 

 
 
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