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Revier, in der Bioökologie die Bezeichnung für das Mindestwohngebiet eines tierischen Organismus, das gegen Artgenossen (Art) durch spezifische Verhaltensmuster (Territorialverhalten) verteidigt wird. Das Territorium entspricht somit dem räumlichen Aktionsradius eines Tiers. Weil nur eine bestimmte Anzahl an Territorien verfügbar ist, gibt es klare Gewinner und Verlierer beim Erwerb der Territorien. Dies ist ein ausgeprägtes Beispiel für intraspezifische Konkurrenz. Territorialität führt zu einer strikten Regulation der Population und der Anzahl an Inhabern von Territorien. Territorialverhalten entsteht in Biotopen, in denen Nahrungsressourcen Brutplätze oder Fortpflanzungspartner gleichmässig verteilt und gleichzeitig klar limitiert sind. Die Grösse des Territoriums hängt von der Versorgung mit diesen Ressourcen und Stellung des Individuums in der sozialen Hierarchie ab. Nicht alle Tierarten beanspruchen ein Territorium. Dagegen spielt das Territorium besonders bei Vögeln und Säugern während Brut- oder Brunftzeiten eine grosse Rolle. Im Sinne eines Hoheitsgebietes wird der Begriff des Territoriums auch für klar abgegrenzte administrativ-politische Raumeinheiten (Staatsgebiete, Zonen für Massnahmen der Raumplanung) verwendet (Territorialstruktur). |
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