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Temperaturverteilung der Erde

 
     
  die Temperatur steigt in der Erdkruste im Mittel um 1ºC pro 33 m Tiefe. Der Temperaturgradient (m/ºC) oder sein reziproker Wert, die geothermische Tiefenstufe (geothermischer Gradient), ist nicht überall gleich gross, sondern hängt von den jeweiligen geologischen Situationen und der Wärmeleitfähigkeit der entsprechenden Gesteine ab. Mit zunehmender Tiefe ist der Temperaturgradient aber nicht konstant. In Tiefen von etwa 60 km werden Temperaturen von ca. 1000-1200ºC angenommen, an der 400 km-Diskontinuität (Erdmantel) ca. 1200ºC, an der 640 km-Diskontinuität etwa 1500ºC, an der Grenze Erdmantel/äusserer Erdkern ca. 3700ºC und an der Grenze zwischen äusserem und innerem Kern etwa 4600ºC. Diese Temperaturangaben aber, vor allem die hohen Temperaturen im Erdmantel und Erdkern, sind immer noch mit grossen Fehlern behaftet. Die Ursache für die Wärmeproduktion im Erdinneren ist auf den Zerfall radioaktiver Elemente, vor allem 232Th, 40K und 238U, zurückzuführen. Restwärme, die von der Akkretion der Erde durch die schlechte Wärmeleitfähigkeit der Gesteine noch übrig geblieben ist, stellt eine zweite Wärmequelle zur Verfügung. Schalenbau der Erde.  
 

 

 

 
 
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