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Seismit

 
     
  eine durch ein Erdbeben gebildete Eventablagerung. Seismite zeichnen sich durch eine in situ stattfindende Schock-Deformation aus, deren Auswirkung vom Grad der Kohärenz der Sedimente abhängig ist. Weitgehend unverfestigte, noch wassergesättigte Tone und Sande werden thixotrop (Thixotropie) verflüssigt und verlieren damit ihre ursprünglichen sedimentären Texturen (Homogenite). An der Basis der Bänke können grössere, abgesunkene Komponenten, z.B. Schalen, angereichert werden. In etwas stärker verfestigten Sedimenten entwickeln sich aus zum Teil noch den ursprünglichen Zusammenhang anzeigenden und damit in situ gebildeten Intraklasten (Autoklasten) intraformationelle Konglomeratbänke. Desgleichen können bank- und richtungsbeständige Mikrostörungen entstehen. Hierzu werden von manchen Autoren z.B. die unregelmässig welligen Schichtoberflächen des unteren Muschelkalks (Wellenkalk), aber auch die dort weitverbreitete Sigmoidalklüftung (Abb.) gerechnet.

SeismitSeismit: Sigmoidalklüftung im Wellenkalk Unterfrankens; Breite des Handstücks ca. 18 cm.
 
 

 

 

 
 
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