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Schuttstrom

 
     
  Trümmerstrom, plastische bis dünnbreiige Massen, die sich in Hangeinschnitten oder Hangmulden unmerklich langsam bis mässig schnell abwärts bewegen und sich dabei gletscherähnlich der von ihnen benutzten Depression anschmiegen. Die Form dieser Massenbewegungen ist zungen- bis tropfenförmig. Gleitbewegungen herrschen dabei v.a. im Abrissbereich und den randlichen sowie basalen Scherflächen vor, während im Inneren und in der Fussregion Fliess- und Kriechvorgänge überwiegen. Schuttströme bestehen meist aus über 80% Sedimentmaterial, zahlreichen Geröllen, Blöcken und feinkörnigem Sediment sowie Wasser. Das feinkörnige Sediment und das Wasser verbinden sich zu einer relativ hochviskosen Mischung, die den internen Reibungswiderstand mindert. Die groben Gerölle und Blöcke werden dadurch im Strom mitgeführt. Schuttströme entstehen häufig aus Bergstürzen, submarinen und subaerischen Rutschungen und werden u.a. durch starke Regenfälle ausgelöst. Schlammströme enthalten hingegen nur einen geringen Anteil an Geröllen und Blöcken, vielmehr bestehen sie neben etwa 30% Wasser zu mehr als 50% aus Ton und Silt.  
 

 

 

 
 
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Weitere Begriffe : hydrothermale Diffusion Erkundungsstollen deterministisches Chaos

 

 
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