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Schindewolf

 
     
  Otto Heinrich Nikolaus, deutscher Geologe und Paläontologe, * 7.6.1896 Hannover,


† 10.6.1971 Tübingen. Schindewolfstudierte Geologie und Paläontologie in Göttingen und Marburg, wo er 1921 über das europäische Oberdevon promovierte. Er habilitierte sich noch im selben Jahr in Marburg und wurde dort 1927-1933 ausserordentlicher Professor für Geologie. Von 1927 bis 1947 war er als Reichsgeologe, Chefpaläontologe und Direktor der Preussischen Geologischen Landesanstalt tätig. 1947 wurde Schindewolfordentlicher Professor für Geologie und Paläontologie an der Humboldt-Universität in Berlin, ging aber schon ein Jahr später in gleicher Funktion an die Universität Tübingen. 1956/57 war er dort als Rektor tätig. Schindewolfbegründete die Typostrophen-Hypothese, die einen phasenhaften Ablauf der Stammesgeschichte annimmt. In einer kurzen »Typogenese« bilden sich einige neue Organisationsformen durch wenige Sprungmutationen heraus. In einer langandauernden »Typostase« wird der erreichte Entwicklungsstand allmählich durch Mikro-Evolution ausgebaut. In der »Typolyse« wird der Stammestod eingeleitet; aberrante Formen treten auf, und die dem Stamm zugrunde liegenden Merkmale zerfallen. Werke (Auswahl): »Grundlagen und Methoden der paläontologischen Chronologie« (1944), »Grundlagen der Paläontologie« (1950).
 
 

 

 

 
 
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