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ein vom U.S. Bureau of Reclamation (USBR) 1963 vorgestellter, unter stationären Bedingungen durchzuführender Auffüllversuch, bei dem ständig soviel Wasser über ein voll verrohrtes Bohrloch, welches den Wasseraustritt nur an der Bohrlochsohle erlaubt, in den Grundwasserleiter eingefüllt oder unter Druck hineingepumpt wird, dass eine bestimmte Wasserspiegelhöhe h konstant gehalten werden kann (Abb.). Das Einbringen unter Druck ist dann sinnvoll, wenn die Durchlässigkeiten so gering sind, dass das Wasser nur sehr langsam vom Bohrloch in den Untergrund übertritt. Der kf-Wert wird mit der folgenden empirischen Gleichung bestimmt:
mit kf=Durchlässigkeitsbeiwert [m/s], Q=zeitkonstante Wasserzugabe [m3/s], r=Radius des Eingaberohres [m] und h=konstante Wasserspiegelhöhe [m]. Der Open-End-Test kann mit Korrekturen auch dann angewendet werden, wenn das Bohrloch nicht voll verrohrt, sondern im unteren Teil verfiltert ist. Beträgt die Länge des verfilterten Abschnitts l weniger als 10 mal den Radius des Eingaberohres r, so nimmt man als Äquipotentialflächen des in den Grundwasserleiter eintretenden Wassers ein Ellipsoid an und obige Gleichung ändert sich für l < 10r zu:
Für l > 10r haben die Äquipotentialflächen die Form eines Zylindermantels und die Gleichung lautet:
Open-End-Test: konstante Druckhöhe h erzeugt durch kontinuierliches Auffüllen (a) oder Einpressen mit konstantem Druck (b); r=Radius des Eingaberohres, Q=zeitkonstante Wasserzugabe, h=konstante Wasserspiegelhöhe, r=Radius des Eingaberohres. |
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