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Oberflächenspannung

 
     
  Grenzflächenspannung, an der Oberfläche einer Flüssigkeit wirkende Kraft. Sie wird durch Kohäsionskräfte bewirkt, mit denen sich die Flüssigkeitsmoleküle gegenseitig anziehen. Im Innern der Flüssigkeit wirken diese Kräfte mit gleicher Grösse in alle Richtungen und heben sich dabei auf. An der Flüssigkeitsoberfläche werden die Moleküle von den darunterliegenden stärker angezogen als von den darüber befindlichen Gasmolekülen. Daher bleibt in einer dünnen Oberflächenschicht eine nach dem Innern der Flüssigkeit hin gerichtete Kraft übrig, die als Kohäsionsdruck bezeichnet wird. Die Oberflächenspannung σ ist definiert als Quotient aus der Arbeit, die zur Vergrösserung der Oberfläche erforderlich ist, und der Grösse dieses Flächenzuwachses. Sie hat die Dimension Kraft pro Länge und hängt sehr stark von der Temperatur ab; mit zunehmender Temperatur wird sie geringer. Sie beträgt für Wasser gegen Luft bei 20ºC 73 mN/m (Wasser). An gekrümmten Oberflächen wie bei Wassertropfen ist σ kleiner als für ebene Wasserflächen. Mit der Oberflächenspannung hängt die Kapillarität, d.h. das Aufsteigen von Wasser in engen Röhren (Kapillaren) zusammen. In der Meteorologie spielt die Oberflächenspannung bei der Bildung von Wassertropfen eine Rolle.  
 

 

 

 
 
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Weitere Begriffe : Lettenkeuper konische Falte Eisablation

 

 
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