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Neutronenstreuung

 
     
  inkohärente und/oder inelastische Streuung von Neutronen an Materie. Diese Streuung führt nicht zu einem räumlichen Interferenz- oder Beugungsmuster, da die gestreuten Neutronenwellen keine konstante Phasenbeziehung untereinander haben (Neutronenbeugung). Ein Grund für das Auftreten inkohärenter Streuung besteht in der relativen Stellung des Neutronenspins 1/2 zum Kernspin I, so dass zwei Spinzustände des "Compound-Kerns" betrachtet werden müssen:


I+1/2 und I-1/2. Diese beiden Zustände tragen statistisch mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten zur gesamten Streuamplitude bei. Die statistische Verteilung führt im Mittel zu einem kohärenten Streuanteil. Der inkohärente Anteil liefert einen gleichmässigen Streuuntergrund. Ein ähnlicher Grund ist die statistische Verteilung der Isotope eines Elements, da die Streuphase von den Kernzuständen der Isotope abhängt. Da die Masse der Neutronen vergleichbar ist mit der Masse der Atomkerne, gibt es auch inelastische Streuung, bei der die gestreuten Neutronen Energie abgeben, welche die Atome des Kristalls zu gekoppelten Schwingungen, wie z.B. Schallwellen (Phononen), anregt. Die inelastische Streuung von Neutronen wird deshalb zur Untersuchung des Phononenspektrums (Energie in Abhängigkeit von der Wellenlänge) herangezogen. Dabei wird der Energieverlust der Neutronen als Funktion des Streuwinkels gemessen.
 
 

 

 

 
 
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