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Kayser

 
     
  Friedrich Heinrich, deutscher Geologe und Paläontologe, * 26.3.1845 Gross-Friedrichsberg bei Königsberg, † 29.11.1927 München. Seine Kindheit verbrachte Kayser in Moskau. Nach Besuch der Lateinschule in Wiesbaden und des Pädagogikums in Halle/Saale begann er 1864 sein Studium der Naturwissenschaften in Halle. 1866 wechselte er an die Universität Heidelberg, wo er bei R.W. Bunsen Chemie studierte. Ab 1867 studierte Kayser Geologie und Paläontologie bei E. Beyrich in Berlin und promovierte 1870 zum Dr. phil. Im Anschluss arbeitete er bei G. Rose über Fragen der Metamorphose von Gesteinen unterschiedlicher petrographischer Herkunft der Eifel und des Harzes. 1871 wurde er Privatdozent an der Universität Berlin und 1872 an der Berliner Bergbauakademie. Im folgenden Jahr wurde er zudem auch Landesgeologe. Im Jahr 1881 erfolgte der Ruf als Professor an die Preussische Geologische Landesanstalt. Kayser unternahm Studienreisen nach Schottland, Böhmen, Belgien, Russland, Nordamerika, Italien und Österreich, sein Hauptforschungsgebiet blieben jedoch der Harz und das Rheinische Schiefergebirge. Er gründete 1882 mit W. Dames die "Paläontologischen Abhandlungen", deren Herausgabe er nach sieben Bänden an E. Koken übertrug. Im Jahr 1885 wurde Kayser als Nachfolger von W. Dunkers an die Universität Marburg als ordentlicher Professor der Geologie und Paläontologie und Direktor des Geologisch-Paläontologischen Instituts berufen. Aufgrund seiner administrativen Verdienste wurde er 1909 zum Geheimen Regierungsrat ernannt. Er war der erste Vorsitzende der von ihm 1910 in Frankfurt am Main mitbegründeten "Geologischen Vereinigung". Die in Berlin begonnenen geologischen Kartierungen im Harz, dem Rheinischen Schiefergebirge und dem Dillkreis setzte er bis zu seiner Emeritierung fort. Die von ihm veranlasste erdgeschichtliche Einordnung der Gesteine des Rheinischen Schiefergebirges und des Harzes wich dabei erheblich von der damals gültigen ab, jedoch wurde seine Einordnung von späteren Bearbeitern unterstützt. Kayser verfasste zahlreiche Publikationen, ein besonderen Verdienst erwarb er sich jedoch mit seinem "Lehrbuch der Geologie" (1890-1924, in 4 Bänden) und mit seinem "Abriss der allgemeinen und stratigraphischen Geologie" (1915). Während seiner Marburger Jahre hat Kayser umfangreiche paläozoisch ausgerichtete Lehr-und Schausammlungen errichtet. Nach seiner Emeritierung 1917 bis zu seinem Tod lebte er in München.  
 

 

 

 
 
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