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CIPW-Norm

 
     
  ein 1902 von den amerikanischen Petrologen W. Cross, J. P. Iddings, L.V. Pirsson und H. S. Washington vorgeschlagenes Verfahren, um aus der chemischen Analyse eines Magmatits einen fiktiven Mineralbestand aus einem Satz von CIPW-Standardmineralen zu errechnen. Die CIPW-Norm entspricht näherungsweise dem tatsächlichen Mineralbestand (Modalanalyse), den ein wasserfreier Magmatit hätte, wenn er in wenigen Kilometern Tiefe kristallisiert wäre. Die CIPW-Norm kann zur Klassifikation insbesondere von Vulkaniten verwendet werden. Z.B. lassen sich damit quarznormative Basalte (Tholeiite) von nephelinnormativen Alkalibasalten unterscheiden. Die ca. 30 CIPW-Standardminerale umfassen zumeist wichtige gesteinsbildende Minerale, aber auch einige nur selten oder nicht natürlich auftretende Minerale. OH-haltige Minerale (Glimmer, Amphibole) treten in der CIPW-Norm im Gegensatz zu einigen anderen Normberechnungen nicht auf. Ausserdem sind als Standardminerale nur Endglieder definiert, z.B. Diopsid und Hedenbergit als Klinopyroxene, welche die natürliche chemische Variation nicht widerspiegeln.  
 

 

 

 
 
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