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Bildstatistik

 
     
  die Darstellung statistischer Werte in graphischer Form. Als graphische Ausdrucksmittel werden den Sachverhalt symbolisierende einfache geometrische Elemente oder bildhafte Zeichen (z.B. stilisierte Personen oder Tiere) benutzt, die nach Anzahl und Grösse differenzierte Mengen versinnbildlichen und damit Grössen-, Wert- oder Mengenunterschiede leicht auffassbar machen. Sie werden auch als Werteinheitssignaturen bezeichnet. Je nach der graphischen Ausführung wird von Zählrahmenmethode, Baukastenmethode oder Kleingeldmethode gesprochen (Abb.). Bei der Zählrahmenmethode wird eine dem jeweiligen Wert entsprechende Anzahl von Figuren übersichtlich (in abzählbaren Blöcken) angeordnet. Bei der Baukastenmethode werden geometrisch elementare Figuren, meist Quadrate oder Rechtecke, die ein Objekt oder eine bestimmte Objektanzahl repräsentieren, zu grösseren Figuren (Figurenblöcke) zusammengefügt. Bei der Kleingeldmethode werden die elementaren Figuren in mehreren Grössen benutzt, denen jeweils eine bestimmte Anzahl zugeordnet wird, z.B. kleines Quadrat 1, mittleres 5, grosses 10 Einheiten. Die Bildstatistik beruht auf der Zerlegung von Mengen in leicht überschaubare und abzählbare Teilmengen. Die jeweiligen Gesamtwerte der Darstellungseinheiten drücken sich rein quantitativ als graphische Flächenbelastung aus, lassen sich aber darüber hinaus leicht durch Abzählen bestimmen. Ihre vollendete Durchbildung erfuhr sie nach dem ersten Weltkrieg in der Wiener Methode der Bildstatistik, indem diese Methode im statistischen Amt zur Veranschaulichung von Zählungsergebnissen in breitem Umfang genutzt wurde. Mit der Methode der Bildstatistik können in bestimmten Diagrammformen sachliche, zeitliche oder regionale Differenzierungen zum Ausdruck gebracht werden; bei Darstellung auf einer Kartengrundlage entsteht dann ein Kartogramm oder eine kartenähnliche Graphik, wobei sich die Figurenblöcke jeweils auf eine Fläche, seltener auf eine Örtlichkeit beziehen.

BildstatistikBildstatistik: a) Zählrahmenmethode; b) Baukastenmethode; c) Kleingeldmethode.
 
 

 

 

 
 
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