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Momententensor |
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seismischer Momententensor, Tensor der seismischen Momente, generelle Beschreibung des Herdmechanismus einer seismischen Punktquelle durch einen symmetrischen Tensor zweiter Ordnung. Das Konzept des Momententensors basiert auf der Anordnung von Einzelkräften, um die allgemeine Abstrahlcharakteristik einer seismischen Quelle zu beschreiben. Zwischen den Elementen des Momententensors und den Seismogrammen im Fernfeld besteht eine lineare Beziehung, die zur Inversion des Herdmechanismus aus Fernfeld-Seismogrammen genutzt werden kann. Der Momententensor setzt sich generell aus drei verschiedenen Anteilen zusammen: isotrope Volumenänderung, Scherdislokationen und linear angeordnete, kompensierte Vektordipole. Welcher Anteil überwiegt, hängt von der Art der seismischen Quelle ab. So wird z.B. für eine Explosionsquelle der isotrope Volumenanteil überwiegen. Die Dekomposition in die Einzelanteile ist unter bestimmten Annahmen möglich. Dabei zeigt sich, dass nahezu alle Erdbeben im wesentlichen durch einen Scherbruchmechanismus erklärt werden können. Die Dekomposition in einen Scherbruch ergibt neben der Orientierung der Herdflächen auch die Grösse des seismischen Moments (Abb.).
Momententensor: die neun Kräftepaare, aus denen sich der Momententensor zusammensetzt. Der isotrope Volumenanteil ist durch die Paare (1,1), (2,2) und (3,3) gegeben, die Scherbruchanteile durch die Paare (1,2), (1,3) usw. |
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