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Induktionsgleichung

 
     
  fundamentale Gleichung für alle elektromagnetischen (EM) und magnetohydrodynamischen (MHD) Prozesse im Geodynamo, in der Magnetosphäre und im interplanetaren Raum. Die Induktionsgleichung der MHD wird unter Vernachlässigung des Verschiebungsstromes und mit Berücksichtigung der Lorentzströme aus den Maxwellschen Gleichungen abgeleitet:


dB/dt = ≡·(u·B)+k·ΔB mit k = 1/μ0σ =magnetische Diffusivität. Das Verhältnis des ersten Terms zum zweiten Term der rechten Seite der Induktionsgleichung ist die magnetische Reynoldszahl Rm = uL/k = μ0σuL (L = charakteristische Länge des betrachteten Prozesses, z.B. der Durchmesser des Erdkerns für Geodynamoprozesse, u =die Geschwindigkeit des Plasmas senkrecht zum Magnetfeld, k = magnetische Diffusivität des Plasmas, μ0 = magnetische Permeabilität des Vakuums, σ =elektrische Leitfähigkeit). Für Rm >>1 kann der zweite Term auf der rechten Seite vernachlässigt werden. In diesem Fall bewegt sich das Magnetfeld B und das Plasma gemeinsam wie "eingefroren". Das ist sowohl im Geodynamoprozess im flüssigen äusseren Kern der Fall als auch bei Plasmabewegungen in der Magnetosphäre. Bei Stillstand des Plasmas und kleinen charakteristischen Längen oder bei geringer Leitfähigkeit überwiegt der zweite Term auf der rechten Seite, der die elektromagnetische Induktion, dass heisst die Diffusion der magnetischen Feldlinien durch das Plasma beschreibt.


VH, WWe
 
 

 

 

 
 
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Weitere Begriffe : meta- Neutronenaktivierungsanalyse Plinthosols

 

 
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