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elektrisch nicht- oder sehr schlecht leitender Stoff, der, in das elektrische Feld E eines Plattenkondensators gebracht, dessen Kapazität um den Wert der Dielektrizitätszahl vergrössert. In einem Dielektrikum 1. Art (unpolarer, ohne Anlegung eines Feldes dipolfreier Stoff) werden durch ein äusseres Feld elektrische Dipole durch eine geringe Verschiebung von positiven und negativen Molekülladungen induziert (dielektrische Verschiebung). Dadurch entstehen der elektrischen Feldstärke proportionale atomare Dipolmomente. In einem polaren, d.h. aus Dipolmolekülen bestehenden Stoff (Dielektrikum 2. Art) werden darüber hinaus die Dipole in Feldrichtung ausgerichtet. Die Verschiebungsdichte D = ÎE = Î0E+P charakterisiert das elektrische Feld in einem Dielektrikum, dabei ist Î = ÎrÎ0 die Permittivität, Î0 die Influenzkonstante und P die dielektrische Polarisation, die mit der elektrischen Feldstärke über P = Î0χ·E zusammenhängt. χ ist die elektrische Suszeptibilität, die mit der Dielektrizitätszahl über Îr = 1+χ zusammenhängt. In den elektromagnetischen Verfahren spielen die dielektrischen Eigenschaften eines Materials nur bei sehr hochfrequenten Methoden (Bodenradar) eine Rolle. |
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