Lexikon Geologie Geografie Geowissenschaften  
Suche :        
   A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z   #   

 

 
 

natürliche Koordinaten

 
     
  im Schwerefeld der Erde definierter Satz von drei Koordinaten. Er setzt sich aus den astronomischen Koordinaten (φ,λ) und dem Wert des Schwerepotentials W in einem Punkt P zusammen. Die astronomische Breite φ wird vom Äquator aus nach Norden positiv und nach Süden negativ gezählt. Die astronomische Länge λ ist der Winkel zwischen den Meridianebenen von Greenwich und des Punktes P und wird nach Osten positiv gezählt. Der Einheitsvektor der Zenitrichtung im Punkt P lautet in astronomischen Koordinaten:

natürliche KoordinatenDer in Richtung des Nadirs weisende Schwerevektor (Lotrichtung) kann mit dem Zenitrichtungseinheitsvektor natürliche Koordinaten
dargestellt werden:

natürliche KoordinatenBei bekanntem Schwerefeld der Erde ist mit den natürlichen Koordinaten die Lage eines Punktes P bezüglich des globalen geozentrischen Koordinatensystems bekannt: P liegt im Schnittpunkt der gekrümmten Koordinatenflächen:


φP =const, λP=const, WP=const.


Mit dem Gradienten des Schwerepotentials natürliche Koordinaten
= ∇W kann ein Zusammenhang zwischen den natürlichen Koordinaten (φ,λ,W) und den rechtwinklig kartesischen Koordinaten ( natürliche Koordinaten
) hergestellt werden:

natürliche KoordinatenDie Methoden der geodätischen Astronomie liefern im Prinzip die Breite und Länge (astronomische Breitenbestimmung, astronomische Zeit- und Längenbestimmung). Das Schwerepotential lässt sich (bezogen auf das Vertikaldatum) mit Hilfe des geodätischen Nivellements messen. Die Genauigkeit einer Positionsbestimmung des Punktes P hängt davon ab, wie genau die Funktion W( natürliche Koordinaten
) bekannt ist.


In diesem Zusammenhang spricht man häufig auch von astronomischer bzw. geographischer Ortsbestimmung (astronomische Ortsbestimmung, simultane astronomische Ortsbestimmung). Eine weitere Möglichkeit besteht in der Transformation natürlicher Koordinaten in ellipsoidische Koordinaten und der anschliessenden Transformation in das globale geozentrische Koordinatensystem (Transformation zwischen globalen Koordinatensystemen). Auch hierfür sind die Methoden der geodätischen Astronomie erforderlich.
 
 

 

 

 
 
Ein Bookmark auf diese Seite setzen:
 
 

 

 

 
 
<< vorheriger Begriff
 
nächster Begriff >>
Nasssiebung
 
natürliche Moore
 
     

Weitere Begriffe : Mehrphasendarstellung palustrin C

 

 
Startseite GeoDZ
Copyright © 2010 GeoDZ.com. All rights reserved.  Nutzungsbedingungen  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum