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Spülverlustmessung

 
     
  Erfassung von Menge pro Zeiteinheit und Tiefenbereich des Verlustes an Spülung während des Bohrvorgangs. In durchlässigem und/oder klüftigem Gebirge wird häufig Spülung aufgrund ihrer höheren Dichte und des höheren hydrostatischen Drucks der im Bohrloch befindlichen Spülungssäule an den Untergrund abgegeben. Bei Bohrungen zur Erschliessung von Wasser oder Erdöl geben Spülverlustmessungen Hinweise auf Durchlässigkeiten des durchbohrten Gebirges. Spülverlustmessungen stellen auch einen Kostenfaktor dar, insbesondere wenn der Spülung Zusätze (Spülungszusätze) beigegeben werden müssen. Durch Spülungszusätze können Spülungsverluste abgemindert oder gestoppt werden. Daher erlauben die entsprechenden Messungen, z.B. durch Beobachtung des Spülungsspiegels in der Spülgrube, rechtzeitige Abhilfe. Beim sog. schwachen Teilverlust geht nur ein geringer Teil der Spülung verloren; die Verlustbereiche werden durch die Spülung selbst abgedichtet. Beim sog. Teilverlust kann das Abfliessen der Spülung durch Änderung der Spülungskennwerte (Dichte, Viskosität) beseitigt werden. Im ungünstigsten Fall kann ein totaler Spülungsverlust eintreten, d.h. die an das umgebende Gebirge abgegebene Spülungsmenge übersteigt die umlaufende Menge bzw. die Pumpenleistung; dadurch kommt der Bohrgutaustrag zum Erliegen und der Bohrvorgang kann nicht mehr fortgesetzt werden.  
 

 

 

 
 
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