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Paläoseismologie

 
     
  die Untersuchung von geologischen Strukturen, die durch Erdbeben im Holozän, d.h. in den letzten 10.000 Jahren hervorgerufen wurden. Starke Erdbeben können erhebliche Veränderungen des Erdbodens verursachen, die sich über tausende von Jahren erhalten können. Ein gutes Beispiel ist ein Erdbeben mit Ab- oder Aufschiebungsmechanismus entlang einer steil einfallenden Herdfläche, die bis zur Erdoberfläche durchgebrochen ist und dort eine sichtbare Verwerfung erzeugt. Die Verwerfung und die Sprunghöhe ist unmittelbar nach dem Erdbeben klar definiert. Dies ändert sich aber im Laufe der Zeit mit fortschreitender Erosion. Unter bestimmten Annahmen über die Anfangsbedingungen entlang der Verwerfung und über die Erosionsrate kann man u.U. die Zeit eingrenzen, zu der die Verwerfung als Folge des Erdbebens entstanden ist. Damit gibt es eine Möglichkeit, eine wesentlich längere Zeitreihe für die Häufikeit starker Erdbeben aufzustellen, als es mit instrumentellen und historischen Beobachtungen allein möglich wäre.  
 

 

 

 
 
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